Geschichte des Heidbarghofes und der Elisabeth Gätgens Stiftung


Aus einer kleinen Kätnerstelle, die in einer Urkunde schon 1590 erwähnt wurde, entwickelte sich über einige Jahrhunderte der stattliche Heidbarghof. 1842 erbaute Johann Hinrich von Appen mit seiner Frau Anne den Hof im heutigen Zustand.

Der Name Heidbarghof entstand im dörflichen Gebrauch aus dem Umstand, dass der Wohnteil des Hofes im Westen am Wesselburer Weg belegen ist und dieser Weg hieß früher Heidbarg. Der letzte Bauer auf dem Heidbarghof war Gustav Gätgens, dessen Ehefrau Catharina Margarethe 1919 den Hof erbte. Gustav Gätgens war eigentlich Ingenieur und verkaufte nach und nach alle Ländereien des Hofes, u.a. auch die Hofweide für den Neubau der St. Simeon-Kirche. Somit war dieser Hof einer der ersten, der nach dem Kriegsende in Osdorf aufgegeben wurde.

1971 erbte die Tochter Elisabeth Gätgens die Hofgebäude und arbeitete darin als Heilpraktikerin. 1976 entwickelte sie gemeinsam mit der damaligen Ortsdienststellenleiterin Margot Heinrich die Idee, auf der Bauerndiele kulturelle Veranstaltungen stattfinden zu lassen, und so fand 1976 auf einer luftigen Diele mit Lehmboden eine erste Veranstaltung mit Heidi Kabel statt. Dies war ein großer Erfolg und so gab es weitere Kulturangebote.

1982 verstarb Elisabeth Gätgens und vermachte den Hof und seine Nebengebäude den Osdorfern in Form einer Stiftung.

Die "Elisabeth Gätgens Stiftung" bemüht sich seitdem um die Erhaltung des schönen Heidbarghofes, sowie auch um ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in Osdorf. Klassische Musik, Folkmusik, Jazz, Blues, Volksmusik, Chöre, Duette, Dichterlesungen, Tanzvorführungen, Vorträge, all das gab es schon und wird es auch weiterhin geben. Der aktuelle Vorstand, d.h. Frauke List, Marie-Luise Reckewell, Dr.
Gerhard Jarms, Erich Becker und Hinrich Langeloh, wird sich bemühen die Kulturarbeit in Osdorf ganz im Sinne von Elisabeth Gätgens fortzuführen.

Der Heidbarghof ist aber auch ein wichtiges soziales Zentrum in Osdorf. Es gibt inzwischen zahlreiche Nutzer der Räumlichkeiten im Heidbarghof, wie z.B. der Bürger- und Heimatverein Osdorf, die Familienbildung Blankenese und weitere Osdorfer Vereine und Initiativen.

 

Gustav Gätgens